Der HSV hat den Pokalblues

Der HSV hat den Pokalblues

Er ist in gewisser Weise auch ein Experiment- der Nordpokal, in dessen erstem Vorrundenspiel der Hamburger SV am Sonntagabend auf den Tabellenzweiten der Regionalliga Ost, die Berlin Blues traf. Das Publikum scheint den Wettbewerb zu akzeptieren, denn eine ordentliche Kulisse fand sich im Stellinger „Palast der Winde“ ein.

 

Was diese dann zunächst zu sehen bekam, war wenig erfreulich: kaum hatte die Partie an Fahrt aufgenommen lag der HSV schon 0:3 zurück. Die Blues brauchen sich dabei nicht einmal sonderlich bemühen, HSV-Goalie Philip Hein hatte einen sehr schlechten Tag erwischt. Nach sieben Minuten machte der konsternierte Routinier dann Youngster Rico Bolduan Platz- das Team lief aber einem deutlichen Rückstand hinterher. Zwar gelang noch vor der Sirene der Anschlusstreffer durch Pascal Heitmann, im zweiten Abschnitt stellte sich der Nordmeister aber selten ungeschickt an, vergab in einer Druckphase zu Beginn zahlreiche Gelegenheiten und fing sich dann in eigener Überzahl gleich zwei Gegentreffer ein.

 

Mit einem 1:5 zur zweiten Sirene war die Partie eigentlich zugunsten der ausgebufften Hauptstädter entschieden. Eigentlich – denn was niemand mehr für möglich gehalten hätte, passierte: im letzten Drittel fand der HSV doch noch zu seinem Spiel, die Blues mussten dem kleinen Kader Tribut zollen. Tor um Tor holten die Rautenträger auf, beim 5:5-Ausgleich kurz vor Ultimo erneut durch Heitmann kochte das Stadion. Die Verlängerung war doch noch erreicht. In der zeigten sich die Berliner als abgezockter und nahmen den Zusatzpunkt mit an die Spree. Schwerer als der Punktverlust wiegt für den HSV die Tatsache, dass sich Kontingentverteidiger Lukas Turek einen Handbruch zuzog und bis auf Weiteres ausfällt.

 

Da kann man schon mal den Blues bekommen.