Ein positives Element des Eishockey-Nordpokals ist die Tatsache, daß anstelle der „üblichen Verdächtigen“ andere Gegner auf die teilnehmenden Clubs warten. So stellte sich gestern Abend im Stellinger „Palast der Winde“ mit dem ECW Sande der aktuelle Verbandsligaaufsteiger vor. Der ambitionierte Club aus dem Wilhelmshavener Vorort ist Nachfolger des EC Wilhelmshaven, der bekanntlich vor einigen Jahren nach der Schließung der örtlichen Eishalle die Segel streichen mußte. Neue Halle, neues Glück – nach der Neueröffnung der Halle in Sande fehlen natürlich einige Jahre aktiven Spielbetriebes, so daß die Mannschaft des ECW aktuell vor allem aus den alten – mittlerweile deutlich in die Jahre gekommenen – Spielern besteht. Für die junge Mannschaft des Hamburger SV also fast ein Gegner aus einer anderen Generation. Die Routiniers von der Nordseeküste mußten am Sonntagabend dann schnell erkennen, daß ihre Erfahrung allein nicht ausreichen würde, um eine Partie auf Augenhöhe zu spielen. Gelangen in der Offensive noch einige gute Aktionen fehlte in der Defensive gegen die deutlich tempostärkeren Hamburger zumeist der Zugriff, Treffer fielen dadurch fast zwangsläufig. Am Ende kam der HSV nach sechzig durchweg überlegen geführten Minuten zu einem klaren 14:2 (4:1,5:,5:1)-Erfolg. Absehbar, daß in der Dreiergruppe jetzt das Rückspiel bei den Berlin Blues die Entscheidung über das Weiterkommen im Cupwettbewerb bringen wird.